Montag, 6. April 2015

Telko mit Lena und Benny

Als Bundeskurat sollte ich vermitteln können, wie man Wölflinge für Spiritualität begeistert. Diese Aufgabe hatte ich aus einem Gespräch mitgenommen und zusammen mit Benny meine Lösungsansätze besprochen. Um zu sehen, ob wir da auf einem guten Weg waren, haben wir Lena (Stammesvorsitzende und Wölflingsleiterin) per Telefon mit ins Boot geholt.

Mein erster Gedanke war: Laudato Si singen geht immer. Wer es nicht im Kindergarten oder bei den Pfadfindern gelernt hat, kennt es dank Mickie Krause. Erste Reaktion: „Ja schon, aber nur Laudoto Si singen wäre ja ein bisschen wenig. Was ist denn die Intention dahinter?“

Meine Grundidee war, zum Sonnengesang von Franz von Assisi überzuleiten. Das brachte Lena gleich auf die Entdeckungsfelder der Wölflingsstufe. Vom Liedtext selbst ausgehend könnte man darüber reden, wie Franziskus die Natur erlebt und er so zum Lobpreis Gottes kommt. Dann könnten die Wölflinge von ihren Entdeckungen in der Natur berichten und im besten Fall über Gottes Spuren in der Schöpfung nachdenken.  So wären schon die beiden Entdeckungsfelder „Wölflinge schauen hinter die Dinge und gestalten sie mit!“ und „Wölflinge erfahren, dass Gott für sie da ist“ berührt. Im Leben des Heiligen Franziskus lassen sich sicher Anknüpfungspunkte für alle vier Entdeckungsfelder finden – und nicht nur das, sondern auch Anknüpfungspunkte für die anderen drei Stufen.

Noch ein Tipp zum Ausprobieren: Das Lied bietet zwar gute Anknüpfungspunkte, man muss aber damit rechnen, dass die Wölflinge nach dem Singen erst mal einen Cooldown benötigen, um für das Gespräch über den Text aufnahmebereit zu sein.

Hier bestätigte sich, was uns schon am Anfang klar war: Wenn man als Kurat Wölflingen etwas Spirituelles bieten will, fragt man jemanden, der sich mit Wölflingen auskennt. Also entweder die Wölflinge selbst oder ihre Leiterinnen und Leiter.